AKT!ON 21

Eine neue Bürgerinitiative
Initiative Kaisermühlen –
STOPP dem Hochhauswahn


Samstag, 12. Jänner 2013

Der Hochhauswahn der Donau City* (Gewinnmaximierende Kubatur für Investoren ohne Rücksicht auf Stadtzielvorgaben, fehlende Ressourcen, Umweltbedingungen und massive Belastung der Anrainer) soll nun wider dem bisherigen Stadtentwicklungsplan und Versprechungen des Rathauses in Kaisermühlen weitergehen.
*(Lesetip „WER BAUT WIEN?“ von Reinhard Seiß).

Blick auf den neuen Stadtteil von Kaisermühlen; Foto Intitiative Kaisermühlen; 02.09.2012

Direkt an der Reichsbrücke Wagramer Straße 2 (Lärmpegel tagsüber 75 dba) soll auf dem Cineplexx/Minopolis-Gelände ein 150m Wohnhochhaus und drei zusätzliche Wohnhäuser in 30 m Entfernung (dreißig Meter!) vor dem Hochhaus Neue Donau entstehen: Projekt DANUBE FLATS mit allen „Versprechen“ der Superlative für freifinanzierte Eigentumswohnungen.

Ein neuer Turm mit 45 Stockwerken direkt an der Neuen Donau wird das für die Bürger derzeit leicht erreichbare Freizeit- und Erholungsgebiet für immer sprichwörtlich in den Schatten stellen und zerstören! 500 neue Wohnungen sind eine Nachverdichtung von 50 % in nur 10 Jahren auf engstem Raum, kaum Parkplätze, Autobahnzufahrt, Lärm, Wind usw.

Stadtplanung Master Plan 2000 bis 2010:
Der neue Stadtteil Kaisermühlen an der Neuen Donau (bestehend aus Wohnpark Neue Donau, Hochhaus Neue Donau und dem Entertainmentcenter ehem. Cineplexx) wurde ab 1993 entwickelt. Für die Durchführung holte Dr. Helmut Zilk den weltberühmten australischen Architekten Prof. Harry Seidler mit Wiener Wurzeln zurück nach Wien. Der Neue Stadtteil, der auch international hohe Anerkennung fand, wurde 2002 von Bürgermeister Dr. Häupl und dem damaligen Wohnbaustadtrat Werner Faymann feierlich eröffnet und als vollendet verkündet. Jetzt wird ein
13 Jahre junges und multifunktionell nutzbares Entertainmentcenter mit 30 Mio. Baukosten als „“Fehlplanung“ dem Abriss freigegeben.

Wien ist anders: Gilt ein Stadtentwicklungsplan 10 Jahre , so muss was „G`scheiteres“ (Zitat C.Chorherr) her und die Bürger werden mit neuen Belastungen und Entscheidungen „von Oben“ konfrontiert . Leben wir in einer Demokratie oder werden Entscheidungen gegen den Volkswillen „durchgedrückt“?

Master Plan 2010 wird für ein Immobilienspekulationsobjekt wunschgemäß umgewidmet:
Das Areal des Cineplexx ist Geschäftswidmung Bauklasse V mit max. 26 m.
Der private Investor nutzt den Ankauf, um in einem privat ausgelobten Wettbewerb
geschickt die Politiker zu einer „Anlasswidmung“ (Umwidmung nach Wunsch?) auf Bauklasse Hochhaus mit Wohnungswidmung umzustimmen. Der Wettbewerb – ausschließlich auf den Bau eines Hochhauses fokusiert- erfolgte hinter verschlossenen Türen. Als Jury fungierten Bezirksvorsteher Norbert Scheed und GR Christoph Chorherr.
Die AnrainerInnen wurden am 2.10.2012 bei der Projektpräsentation vor vollendete Tatsachen gestellt.

Ein städtebauliches Vorzeigeprojekt wird nach 10 Jahren einem Immobilienspekulationsobjekt „geopfert“ und für immer zerstört! Dies ist für uns Bürger bis heute noch immer nicht nachvollziehbar! Selbst die Harry Seidler Associates aus Australien hat sich negativ über diese Stadtplanung geäußert.

Die berechtigten Einwände der Anrainer (Verkehrs-,Lärm-, Naturbelastung, lebensbedrohende Fallwinde und die Entwertung der eigenen Räumlichkeiten) werden von den Roten und Grünen nicht gehört – sie verweisen auf die Einspruchsmöglichkeiten im Zuge des Umwidmungsverfahrens.
Wo Hochhäuser sind gehören auch Hochhäuser hin – so hat sich nun auch die Meinung der Grünen radikal geändert! Wenn dieses Hochhaus gebaut wird, folgen weitere in Kaisermühlen…

Da wir bisher von der Politik nicht wahrgenommen wurden, haben wir uns als schwerstbetroffene Anrainer und Bewohner Kaisermühlens zur Initiative Kaisermühlen „STOPP dem Hochhauswahn“ formiert.

Unterstützen Sie bitte unsere Initiative durch Ihre Unterschrift! Sie können diese direkt auf unserer Homepage www.initiativekaisermuehlen.atonline unterfertigen.


Rückfragehinweis:
Irmgard Taibl
"STOPP dem Hochhauswahn"
Tel: +43 660 6441550

Im folgenden noch drei Bilder

Wohnpark, Hochhaus & Kinocenter; Foto Initiative Kaisermühlen; 03.08.2009

Cineplexx & Hochhaus, Neue Donau; Foto Initiative Kaisermühlen; 05.07.2004

Das nur 12 Jahre alte Cineplexx Gebäude; Foto Initiative Kaisermühlen; 21.06.2004
tolles Gebäude 
von Stadtverbesserer am 2013-02-25 um 16:45 Uhr
ich finde eure verstockten und abgedroschenen Floskeln schon zum kotzen,dieses Projekt ist echt toll. Ein echt attraktives Hochhaus wegen dieses hässlichen Cineplex Gebäudes zu verweigern, dass nenne ich Geschmacklosigkeit
... und noch ein Hochhaus 
von Donauinselfan am 2013-01-29 um 09:24 Uhr
Das Hochhaus Neue Donau mit dem markanten Segel ist DAS Landmark jenseits der Donau.
Allerdings, im traditionellen Kaisermühlen war und ist der Harry Seidler Tower umstritten. Das angrenzende Cineplex blieb isoliert und auch das Minopolis wurde kein Erfolg.
Es scheint, das funktionelle Gebäude wird derzeit ganz bewusst vernachlässigt.
Wohl um den geplanten Abriss besser rechtfertigen zu können.
Jetzt lässt sich die Politik vor den Karren des Geldadels spannen und der Bezirksvorsteher propagiert an diesem ungeeigneten Standort ein noch höheres Wohnhaus. Unterstützt von den Grünen, die offenbar vergessen haben, wofür sie stehen und warum sie gewählt werden.
Wohnen am Wasser wird immer mehr zu einem begehrten Trend.
Es ist zu befürchten, dass auch im Problemfall Copa Cagrana Investoren mit entsprechenden Luxusbauvorhaben kommen und die Politik weiter umwidmen lässt.
Die Neue Donau und ihre Ufer, um die wir weltweit beneidet werden, muß vor konzeptloser Verbauung bewahrt werden!
interessanter Kommentar im Standard 
von Maya am 2013-01-24 um 18:16 Uhr
zum Cineplexx/Minopolis Gebäude. Mit richtiger Stadtplanung hat das alles nichts zu tun!

http://derstandard.at/1355460361655/Die-...
Schon der überdimensionale Perrault Tower ist ein Mahnmahl der Hybris von Schicker und Co! 
von "Alte Donau" Fan am 2013-01-14 um 14:02 Uhr
Keiner spricht über die Energiebilanz dieser Bauten und was passiert, wenn dort einmal ein Feuer ausbricht!
Hochhauswahn 
von MV am 2013-01-13 um 11:01 Uhr
Auch ich finde es schlimm, dass man das Stadtbild mit einem "mutwillig eingeflickten" Hochhaus ruineren will.

Als gäbe es nicht genug Platz für Hochhäuser!

Das man das Cineplexx Gebäude anderswertig verwenden kann, ist klar. Es gibt unzähle Firmen/Institute/Schulen, ec, die dort GERNE ein neues zu Hause finden würden.
Wissen das die Politker nicht?

Das Gebäude abreißen zu wollen - ist ein Witz!!!

Politiker die das gut finden und gegen den Willen der Mehrheit und der Vernunft zustimmen - hätte man in früheren Zeiten wohl mit Peitsche aus der Stadt verjagt!
Wann bremsen wir die Politiker? 
von Gerhard Hadinger am 2013-01-12 um 17:04 Uhr
Offensichtlich ist der Wille der Bevölkerung der rot/grünen Stadtpolitik völlig wurscht. Hauptsache die Wirtschaft und die Baulobby wird mit dem Steuergeld der Bürgerinnen und Bürger bedient. Welche Architektur in welcher Höhe gebaut wird ist völlig egal.
Schade dass es keinen Welterbeschutz wie bei Wien-Mitte gibt, die dort ein ebenso wahnwitziges Hochhausprojekt gestoppt haben. Durch die Ignoranz der Stadtpolitik wurden 67 Mio. Euro Steuergeld in den Sand gesetzt (http://www.steinhof-erhalten.at/Medienbe...).
Die nächsten Wahlen können gar nicht schnell genug da sein!
Rot-Grün 
von U.S. am 2013-01-12 um 23:36 Uhr
sind derzeit nicht zu bremsen. Die Stadtregierung kennt keine Sachebene. Dort wird schamlos wider jede Vernunft die (noch) vorhandene Macht demonstriert. Was Wien betrifft, wird es die nächste Gelegenheit vermutlich erst bei den wahrscheinlich 2015 stattfindenden Gemeinderatswahlen geben. Und das ist nicht sicher. Inzwischen muss versucht werden, so weit es geht, Schadensbegrenzung zu betreiben.
"Es muss was gscheiteres her" sagt Chorherr! 
von ehemaliger Grünwähler am 2013-01-12 um 16:49 Uhr
und was das sein soll, bestimmen anscheinend die Investoren.
"Wo Hochhäuser sind, gehören auch Hochhäuser hin" - eine gefährliche Drohung!

Auf die Einspruchsmöglichkeiten im Zuge des Umwidmungsverfahrens hinzuweisen ist nur der blanke Hohn! UMwidmungen erfolgen bei uns immer nur mehr auf Wunsch von Investoren

erschütternd, was aus den Grünen geworden ist..
(die "Ratten" haben längst das sinkende Schiff verlassen)
Das kommt mir bekannt vor 
von Gerhard Hadinger am 2013-01-12 um 17:09 Uhr
Auch am Gelände des Otto-Wagner-Spital wurde zitiert: "Wo nichts ist, ist auch nichts schützenswert".
Damit wurden die Grünflächen auf dem Areal gemeint, die von Otto Wagner als Grenzflächen zur Pathologie zwar in den Nachkriegsjahren kurzfristig zur Unterbringung von traumatisierten Soldaten errichtet, später wieder aber abgerissen wurden.
Werden solche Aussagen in weiterer Folge auch für den Wienerwald gelten?
Zu befürchten ist es, wenn Mächte wie die jetzigen weiter an den Hebeln der Macht sitzen bleiben.
Ewiggestrige 
von Hofmann Helmut am 2013-01-12 um 20:23 Uhr
Die Befürchtungen hinsichtlich des Wienerwaldes sind berechtigt. Die illegale Verbauung des Wienerwaldes hatte in den 60ern einen traurigen Höhepunkt erreicht, die "Strafen" zahlten die damaligen Bauherren und Villenerrichter aus der Spesenbörse. Es hatte Jahre gedauert, bis man sich durchrang, ein "es geht nicht mehr" zu statuieren. Nun warten ja genug Areale immer noch darauf umgewidmet zu werden, und jeder, der so was verkauft, ist blöd, weil er damit rechnen darf, dass wieder eine ihm günstige "Welle" kommen wird.
Das Gleiche erleben wir ja jetzt schon bei den Garagen, wo wir mit Spannung auf den nächsten Paradigmenwechsel der Grünen warten, der ja nur die logische Konsequenz aus der teuren Parkraumbewirtschaftung sein kann. Aber wirtschaftliche Logik ist halt so eine eigene Sache.
Und nicht anders ist es bei den Hochhausbauten. Statt sich um eine visionäre Alternative zum Hochhausbau umzusehen, wird die längst überholte Doktrin hinter dem Ofen hervorgeholt, dass "Verdichtung im verbauten Gebiet" die Lösung des Raumbedarfs in Ballungsgebieten darstellt. Wenn den verantworltichen Politikern und Politikerinnen nichts Besseres einfällt, werden sie den gleichen Weg gehen wie ihre Hochhäuser: die Menschen werden sie verlassen.
VERDICHTUNG bedeutet immer VERNICHTUNG von Lebensqualität und Grünraum! 
von JK am 2013-01-20 um 11:02 Uhr
alle anderen Meldungen dazu sind einfach Lügen der Politiker um der Baulobby "zu Diensten" zu sein!

dass es dazu noch um viel Geld geht, ist ja auch kein Geheimnis.
Beschämend! 
von Ottakringer am 2013-01-12 um 22:12 Uhr
Fürs „Mitregieren“ haben die Grünen alle früheren Überzeugungen geopfert, alle Wahlversprechen gebrochen:
Umweltschutz, Bürgermitbestimmung ….

Im Gemeinderat fahren Die Grünen buchstäblich Rad: Zur SPÖ buckeln und zu den Wählern runtertreten!

Und in den Bezirksvertretungssitzungen ist man als Bürger und Steuerzahler nur mehr fassungslos:

http://www.aktion21.at/themen/index.html...

Ein beschämendes Schauspiel, das neue Wort „Fremdschämen“ muß hier entstanden sein, man schämt sich für diese Mandatare.
Aber was kann man auf der untersten Ebene schon erwarten, wenn "altgediente" Grüne wie z.B. dieser GR Chorherr, kein Vorbild abgeben, sondern ein abstoßendes Beispiele für Verrat an den ehem. Idealen bieten.

Wie konnte es soweit kommen?
Es gibt das Prinzip, das solche Leute immer weiter hinauffallen, bis sie endgültig überfordert sind, das trifft mit Sicherheit auf die Grünen zu, die sich an den Futtertrögen der Koalitionsmacht drängeln.