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Aktion 21
AKTION 21

Offener Brief an den Welterbe-Beauftragten der Stadt Wien,
Herrn Rudolf Zunke


Freitag, 12. Juni 2015

Sehr geehrter Herr Zunke,

vielleicht erinnern Sie sich noch an Ihre vor 13 Jahren an mich und Herrn Mag. Geyling ergangene Einladung, als Vertreter der Bürgerinitiative Wien Mitte an der für den UNESCO-Direktor Francesco Bandarin im Hotel Hilton geplanten Vorstellung des Projekts Wien Mitte teilzunehmen.

Sie hatten damals auf meine Frage, warum man von einer so großen Initiative nur zwei Vertreter (von insgesamt 15 Teilnehmern) einlädt, erklärt, es seien nur zwei Vertreter vorgesehen und, nach dem Grund dieser Beschränkung befragt, dies mit den beschränkten Räumlichkeiten erklärt. Sie wollten auch unmittelbar vor Beginn der zweitägigen Veranstaltung weitere ca. 20 Bürgerinnen und Bürger am Betreten des Veranstaltungssaales hindern, die kurz nach Erscheinen des damaligen Stadtrats Rudolf Schicker und einem kurzen Gespräch mit Herbert Fux nicht nur anstandslos teilnehmen und sich zu Wort melden durften, sondern auch reichlich Platz für ihre Anwesenheit vorgefunden hatten. Dass ihnen dafür keine Sitzgelegenheiten zur Verfügung gestellt wurden, obwohl auch für diese reichlich Platz vorhanden gewesen wäre, darf man getrost als gezielte Bosheit werten, die bei Direktor Bandarin wohl einen ähnlichen Eindruck von der Stadt Wien hinterlassen hat wie die diversen Wortmeldungen der Bürgerinnen und Bürger. Etwa der von Professor. Kurrent souverän parierte, lächerliche und überhebliche Versuch, ihn eines gravierenden Rechenfehlers (!) zu überführen und die Ihnen wohlbekannte peinliche Szene, in der zwei dazu abkommandierte Magistratsbeamte – vergeblich – versucht hatten, einen privaten Rundgang des UNESCO-Direktors mit Herbert Fux zu „überwachen“.

Ich schicke diese „Erinnerungen“ voraus um zu erklären, warum ich seither Darstellungen des Magistrats im allgemeinen und Ihre Darstellungen im besonderen einer sehr genauen Prüfung unterziehe.

Dazu zählt insbesondere die Darstellung der schraffierten Zone auf S 46 f. der Broschüre „Wien-Innere Stadt. Weltkulturerbe und lebendiges Zentrum“, die mit der Legende als „im 2. Weltkrieg weitgehend zerstörte Bereiche“ versehen ist, obwohl zwar im Bereich des linken Donaukanalufers, keineswegs aber im dargestellten Bereich des Wienflusses zwischen Schwarzenbergplatz und Einmündung in den Donaukanal nennenswerte Kriegschäden zu verzeichnen waren. Die Darstellung „Im Zuge des Wiederaufbaues sowie in den Jahrzehnten danach wurden zahlreiche Hochhausbauten in diesem Randbereich zum Welterbegebiet errichtet“ ist daher hinsichtlich des Wiederaufbaus unwahr und insoferne tendenziös, als sie der sehr wesentlichen Diskussion über die „Höhe von bestehenden und zukünftigen Bauwerken in diesem kriegszerstörten und wiederaufgebauten Bereich des ehemaligen Glacis und deren Kompatibilität mit dem Status des Welterbes“ zugrundegelegt wurde. Dabei wurde bewusst versucht, den Eindruck zu erwecken, die strengen Kriterien für eine Veränderung im kulturellen Welterbe müssten in jenen Zonen relativiert werden, in denen von diesem Welterbe kriegsbedingt nur noch Teile erhalten seien; diese Maxime sei auch auf das Areal des Wiener Eislaufvereins neben dem (am Ende der schraffierten Zone unter Punkt 06 dargestellten) Konzerthaus anzuwenden. Der einzige Schönheitsfehler dieser Darstellung ist - aufgrund frei erfundener Fakten - ihre völlige Unhaltbarkeit. Gerade im Bereich des Wienflusses zwischen Donaukanal und Konzerthaus gab es so gut wie keinerlei ins Gewicht fallende Kriegsschäden an Baulichkeiten. Selbst in einer Entfernung von 200 m – auf der nordöstlichen Seite der Invalidenstraße und auf der Nordseite der Landstraßer Hauptstraße ab ONr. 4 hielten sich solche Schäden in Grenzen. Die gegenteilige Darstellung beruht daher entweder auf einer unverzeihlichen Unkenntnis der Kriegsschäden und einer unkritischen Übernahme der schon in Manfred Wehdorns Publikation zu Wien Mitte – Weltkulturerbe (2004) aufscheinenden Fehldarstellung, oder aber auf einer wohlberechneten Täuschung in der Hoffnung, über Kriegsschäden informierten Bürgerinnen und Bürgern würden solche „Details“ schon nicht auffallen.

(Nur am Rande sei vermerkt, dass sich der Unsinn mit den Kriegsschäden am rechten Wienufer auch für die Rechtfertigung der Totalveränderung der „Meierei“ im Wiener Stadtpark in ein weit größeres, modernes Luxusrestaurant missbraucht wurde – in einem denkmalgeschützten, in der Kernzone des Welterbes Wien Innere Stadt gelegenen historischen Garten!)

Ebenso irreführend ist die Darstellung auf S. 32 f. Einer Luftaufnahme der MA 18, die das bestehende Hotel Intercontinental einschließlich des Areals bis zum Gebäudekomplex Konzerthaus/Musikakademie (jetzt Musikuniversität) abbildet, ist eine Visualisierung der Wertinvest gegenübergestellt, deren Perspektive den Anschein erweckt, es handle sich um eine Aufzonung des Mittelrisalites des Hotels um bloß einige Geschosse und nicht um ein zusätzliches Gebäude. Abgesehen von der winterlich-autolosen, lediglich mit einer Pferdedroschke (!) garnierten Bundesstraße 1, wird die Wirkung des von Wertinvest geplanten Hochhauses so weit wie nur irgend möglich perspektivisch verharmlost. Bemerkenswert ist dabei, dass dieses Hochhaus als einziges von 15 konkreten Beispielen für „Welterbe und zeitgenössische Architektur“ nur in einer Visualisierung – für die es nicht einmal eine gesetzliche Grundlage gibt – besteht, während alle übrigen real existieren und daher einer objektiven Beurteilung zugänglich sind.

Das jüngste Gerichtsurteil aus München zeigt mit aller Deutlichkeit, dass kurzbeinige Versuche, die Fakten nicht in der gebotenen Ehrlichkeit und Deutlichkeit auf den Tisch zu legen, ziemlich rasch von der Realität eingeholt werden können. Das war schon vor 14 Jahren bei Wien Mitte so und wird auch beim Wertinvest-Projekt nicht anders sein, weil die Bevölkerung gegenüber tatsachenwidrigen Darstellungen wachsam geworden ist.

Mit besten Grüßen
Helmut Hofmann
Ö 1 Mittagsjournal von 29.Juni brachte einen Beitrag zu UNESCO und den geplaten Hochhäusern im Zentrum Wiens 
von JK am 2015-07-01 um 14:26 Uhr
Beitrag ist eine Woche nachzuhören.
Beschämend darin BR Zunke: NOCH IST WIEN NICHT AUF DER ROTEN LISTE!
(ein Armutszeugnis des Welterbeverantwortlichen der Stadt Wien!!)
(absichtlich) irreführende Darstellungen in der Rathausbroschüre "Wien - Innere Stadt, Weltkulturerbe und lebendiges Zentrum 
von Johanna Kraft am 2015-06-29 um 18:44 Uhr
Dr.Hofmann als "Zeitzeugen" sei es sehr gedankt, hier auf (gezielt) fehlerhafte Darstellungen in dieser Broschüre hinzuweisen. Ob sich die UNESCO dadurch wird täuschen lassen, wird man ja bald wissen, ist ja das Thema "Eislaufvereinhochhaus" ein Punkt der Tagesordnung der eben stattfindenden Sitzung des Welterbekommittees.

Im Oktoberheft der Österreichischen Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege "STEINE SPRECHEN" findet sich eine zumindest ebenso kritische Besprechung dieser Jubelbroschüre der MA 18 von DI Neuwirth, dem Vorgänger des jetzigen Verantwortlichen im Ministerium, Maldoner.

Beiden Herren, die die Materie und die historischen Abläufe der Stadtentwicklung in diesem Bereich als Experten besonders gut kennen, herzlichen Dank. Die wenigsten Leute werden diese Details wissen - und sind daher leicht zu täuschen!
Das Jugendstilensemble Otto wagner Spitalsareal am Steinhof - der "Spiegelgrund" - werden vor der Wahl von rot-grün in Wien "vollendete Tatsachen" geschaffen? 
von CR am 2015-06-21 um 08:57 Uhr
http://wien.orf.at/news/stories/2716543/


Das GESAMTE Jugendstilensemble Otto-Wagner-Spitalsareal samt Steinhofmauer steht unter Denkmalschutz!

http://www.bda.at/text/136/1221/7183

"........ihre überragende Bedeutung; deshalb stehen auch nicht die einzelnen Pavillons, sondern die Gesamtanlage unter Denkmalschutz."

Die GESAMTANLAGE, also auch das Ostareal war und ist ein wesentlicher Bestandteil der Jugendstilanlage “Otto Wagner Am Steinhof”
Auch wenn die Stadtpolitiker(innen)es noch so oft falsch verbreiten.

Was sagt die Präsidentin des Bundesdenkmalamtes zu den geplanten Gesiba-Politgünstlingsbauten im von ihr zu bewahrenden Denkmalschutz? Wird sie unseren Kulturschatz vor der Zerstörung retten?

Fragen wir doch nach!

Email:

praesidentin@bda.at
barbara.neubauer@bda.at


Frau Präsidentin
Dr. Barbara Neubauer
persönlich
Bundesdenkmalamt
Hofburg, Säulenstiege
1010 Wien

Telefon-Nr.
Präsidentin Dr. Barbara Neubauer 53 415 100
Mobil 0676 88325 300

Präsidium
Tel.: +43 1 53 415 101
Fax: +43 1 53 415 5100

Büro der Präsidentin:
Elfriede Wiener (Tel. 53 415 201) elfriede.wiener@bda.at Mobil 0676 88325 316
Margot Brenner (Tel 53 415 101) margot.brenner@bda.at
"Stand der Dinge" im OWS 
von Johanna Kraft am 2015-06-29 um 19:20 Uhr
auf Anfrage wurde vom Präsidium des BDA mitgeteilt, dass derzeit die Ausbaupläne des VAMED Zentrums (im Infopavillon des OWS einzusehen) zur Beurteilung vorgelegt wurden, Baumfällungen würden nicht in den Kompetenzbereich des BDA fallen.

Pläne der GESIBA seien dem BDA bisher nicht bekannt.

In der Bezirksvertretung Penzing war vor einigen Wochen von einer Baueinreichung noch nichts bekannt.
"Residenzen für Bonzen" - im denkmalgeschützten Jugendstilambiente! 
von Bifl 16., am 2015-06-21 um 09:10 Uhr
http://diepresse.com/home/panorama/oeste...

Offenbar ist die rot-grüne Wiener Rathauskoalition wild entschlossen, diese Bebauung im Osten durchzudrücken.

Die scheinheilige Schutzbehauptung „soziale Widmung“ für diese Neubauten sind unglaubwürdig, wenn nach der Spitalsabsiedlung 50 Pavillons leerstehen, die nach fachgerechter Restaurierung und behutsamer Adaptierung so wie bisher sozialen Zwecken zur Verfügung stehen können, z.B. für Palliativ- oder Hospiz-Medizin, der vielzitierten „Würde am Ende des Lebens“, oder als Burnout-Klinik statt der geplanten Neubauklinik im Hörndlwald.

Wie man an den "Fällen" „Wurm, „Muchitsch“, "KAV-GD Undo Janßen" .....u.v.m. ... sieht, wie es sich die Herrschaften ganz oben mit Penthaus-Wohnungen und billigen Nebenwohnsitzen in schönster Lage sehr günstig (!) „richten konnten“, da ist es als sicher anzunehmen, daß es hier nicht anders sein wird:

Da werden vorerst vielleicht 2 od. 3 subventionierte Sozialvereine ein Kammerl bekommen, eine Wohngemeinschaft wird mit Pomp und Trara von den politischen Amtsinhabern und div. Würdenträgern der Presse vorgestellt werden, …. und nach ein paar Monaten werden heimlich still und leise diese „Gesiba-Residenzen“ den Parteigünstlingen ganz gehören.

http://www.steinhof-erhalten.at/medienbe...
Die Nomenklatura im rot-grünen Wien muß schließlich standesgemäß untergebracht werden! 
von Manfred N. 14., am 2015-06-21 um 15:12 Uhr
https://de.wikipedia.org/wiki/Nomenklatu...

Die Gleicheren als die Gleichen richten es sich.
Das Beste ist gerade gut genug für diese abgehobene Politkaste:

http://diepresse.com/home/panorama/wien/...

http://diepresse.com/home/panorama/wien/...

http://diepresse.com/home/panorama/wien/...


Und selbstverständlich werden die zukünftigen Gesiba-Bewohner auch in ihren neubauvillen im OWS unter sich bleiben:

http://derstandard.at/1339639303683/Bezi...

Wer legt diese Sümpfe trocken??
 
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