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AKTION 21

Landstraßer Markthalle - Wie hätt ma's denn gern?


Mittwoch, 9. Mai 2007

Wie hätt ma's denn gern?

"Wir sind jederzeit zu ernsthaften Gesprächen über die künftige Gestaltung der Nahversorgung in Wien bereit, aber nicht im Stil der jetzigen Diskussion um die Landstraßer Markthalle", stellt SP-Gemeinderat Fritz Strobl in der Gemeinderatsdebatte am 27. April zum Landstraßer Markt fest.
Wir rekapitulieren: zuerst wird treuherzig versichert, der Bau von Wien Mitte werde die Halle nicht berühren. Dann kommt ein lakonischer blauer Brief an alle Marktstandler. Von einer Bereitschaft zu ernsthaften Gesprächen keine Spur.


Standler und betroffene Bürgerinnen und Bürger fordern solche Gespräche ein: als Antwort kommen stereotype falsche Behauptungen, verbunden mit der Beteuerung, die Nahversorgung bleibe gesichert. Wie, wenn Interspar und Halle während der mehrjährigen Bauzeit geschlossen werden sollen? Wenn jemand das Recht hat zu sagen, "nicht im Stil der jetzigen Diskussion um die Landstraßer Markthalle", dann sind es wohl die Bürgerinnen und Bürger, mit denen die SP-Granden und neuerdings auch die FP-Granden über die Halle nicht reden wollen. Die haben offenbar ein Problem, wenn die Bevölkerung wissen will, warum sie wegen der jüngst ausgeheckten, undurchsichtigen Transaktionen zwischen Stadt Wien und Gesellschaften aus dem Dunstkreis der Stadt Wien-nahen Immobilien-Holding zum Handkuss kommen soll. Ist ja auch peinlich, wenn man für Ablösen mehr zahlen soll als eine Renovierung der Halle kostet. Das Märchen vom "unvermeidbaren" jährlichen Verlust wird ja demnächst ebenso widerlegt werden wie die 20 Millionen für die Renovierung. In ernsthaften Gesprächen, für die es fürwahr hoch an der Zeit wäre.

Blamierer-Konkurrenz

Der Behauptung von VP und Grünen, eine renovierte Landstraßer Markthalle sei wirtschaftlich zu führen, hält SP-Gemeinderat Fritz Strobl internationale Erfahrungen entgegen: "In kaum einer Stadt hat das funktioniert, egal ob in Österreich oder einer anderen europäischen Stadt". Eine erfolgreiche Möglichkeit, einen Standort attraktiv zu machen, sei der richtige Branchenmix. "Und genau das wird auch im neuen Zentrum in Wien Mitte geschehen. Durch den richtigen Branchenmix soll dort ein florierendes Nahversorgungszentrum entstehen, von dem Kunden und Unternehmer gleichermaßen profitieren", erklärt SP-Gemeinderat Fritz Strobl.
Endlich einer, der weiß, wie man es richtig macht. Abgesehen von der kühnen Behauptung, eine renovierte Markthalle sei wirtschaftlich nicht zu führen - sie ist überall dort widerlegt, wo man die Führung Fachleuten statt Beamten überlassen hat - , dürfte Herr Strobl vergessen haben, dass an dem "hochwertigen" Standort schon einmal ein hochgejubeltes Einkaufszentrum errichtet wurde und bald darauf pleite gegangen ist. Daran war allerdings nicht der Branchenmix, sondern die mangelnde Eignung des Standortes für ein EKZ schuld. AEZ - vergessen? Und wie man mit Schlagwörtern wie "Branchenmix" und "Nahversorgungszentrum" tatsächlich die Nahversorgung sichert, dafür bleibt Herr Strobl den Beweis ebenso schuldig wie seine glücklose Kollegin Yilmaz, die sich mit ihren Wortspenden in die Versenkung blamiert hat. Man muss schon sehr arm an stichhaltigen Argumenten sein, um sich in solche Plattitüden zu verirren. Vielleicht holt sich Herr Strobl doch noch argumentatorische Verstärkung bei jenen, die mit den Folgen seines Abstimmungsverhaltens leben müssen - bei den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt? Er würde sich wundern!
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