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Aktion 21
AKTION 21

Mahnwache in der Au






Mittwoch, 8. November 2006

MAHNWACHE in der AU - die Fortsetzung - Bericht nach dem Tag 5

Mittlerweile ist die 4. eiskalte, stürmische und leider recht regnerische Nacht vorüber. Die Moral im Camp ist jedoch ungebrochen. Nicht zuletzt aufgrund der kräftigen Unterstützung der Anrainer. Stellvertretend erwähnt seien hier Edith, Margit, Christl und natürlich Rudi. Abgesehen, dass sie auch selbst für die Campbesatzung kräftige und vor allem wärmende Speisen (Cilli con Carne - vom Feinsten!) zubereiten, koordinieren sie auch noch den gesamten Versorgungsnachschub. Es ist wunderbar zu sehen, wie breit die Unterstützung ist. So kam z.B. gestern eine Dame mit einem vollen Kochtopf ins Camp, gefüllt mit (vorzüglicher!!!) Gulaschsuppe und entschuldigte sich fast, dass sie mangels größeren Kochtopfs nicht mehr bringen könne. Die Hilfe ist grandios: Ein Fleischhauer spendete Rindfleisch für eine Suppe, Brot und Gebäck wurden von der besten Bäckerei in Transdanubien zur Verfügung gestellt und heiße Getränke werden von vielen anonymen Spendern gebracht: „Lasst es euch gut schmecken – morgen tausche ich die leere Thermoskanne gegen eine volle wieder aus“. Diese Unterstützung hilft, trotz der wirklich unwirtlichen Bedingungen – am Samstag ist z.B. das Versorgungszelt Opfer des Sturms geworden - den eigentlichen Zweck der „Mahnwache in der AU“ zu erfüllen. Nämlich die Probebohrungen in der Lobau zu blockieren und somit im Idealfall den Startschuss zu den Bauarbeiten der Nord-Süd/Süd-Nord Transitschneise durch unser Lebensumfeld zu verhindern.

Im Mahnwache-Camp hat jeder seine fixe Aufgabe zugeordnet:

Permanent patroullieren 4 – 6 Trupps in der Lobau und halten nach den Bohrgeräten Ausschau. Die beiden genehmigten Zufahrten werden sowieso rund um die Uhr bewacht. Alle 2 Stunden werden die Teams abgelöst. Natürlich werden auch Nachtwachen eingeteilt und für den Fall de Fälle gibt es selbstverständlich den Plan “X“. Die Koordination zwischen den verschiedenen Organisationen, GLOBAL 2000, Greenpeace, den Bürgerinitiativen und den zahlreichen „spontanen Campern“ klappt fast reibungslos – ist ja das gemeinsame Ziel immer vor Augen und die in zahlreichen Einsätzen gesammelten Erfahrung von Greenpeace und GLOBAL 2000 überaus hilfreich.

Auf Sauberkeit und Ordnung wird im Camp selbstredend großen Wert gelegt. Wir campen hier, um für die Erhaltung der Natur zu kämpfen, da werden wir uns selbst sicher keine Blöße und Angriffspunkte für eventuelle Missgünstlingen geben. Müll wird penibel getrennt, zur „Wärmedämmung“ verwenden wir ausschließlich Stroh (einen speziellen Dank dem Spender!), den notwendigen Strom erzeugen wir überaus sparsam mit einem Benzin betriebenen Aggregat, natürlich nicht mit einem Diesel-Aggregat. Lagerfeuer wird keines entfacht, auch wenn durch die derzeitige leider sehr feuchte Witterung keinerlei Gefahr für den Auwald gegeben wäre. Und natürlich haben wir auch mobile WC´s organisiert, damit es auch hier zu keinerlei „Sch....diskussionen“ kommen kann. Niedergetretenes Gras kann sich, da ja gemäß dem Bescheid der MA22 jetzt die vegetationslose Zeit ist, problemlos wieder erholen. Umweltschutz ist uns eben ein echtes Anliegen!

Am Samstag wurde endgültig beschlossen, diese Aktion um einige Tage (vorerst bis Mittwoch, den 8. 11. 2006) zu verlängern. Weitere Verlängerungen sind aber "durchaus realistisch"

Wir bitten Sie daher weiterhin um Ihre Unterstützung:

Verteidigen Sie mit uns gemeinsam den Nationalpark Donau-Auen gegen die geplante S1 Lobau-Autobahn!
Helfen Sie mit, die drohende Transithölle im Osten Österreichs zu verhindern und für uns und die nächsten Generationen eine lebenswerte Umwelt zu erhalten!

Packen Sie Ihre Sachen ein (warme Kleidung, Regenjacke, Schlafsack, Zelt) und kommen Sie zu uns ins Camp zur verlängerten „MAHNWACHE in der AU“! Ob für Stunden oder Tage, wichtig ist Ihre Anwesenheit!
An die Anrainer ergeht der Aufruf nach weiterführender Unterstützung: Ob Tee oder Essen, wichtig ist die Unterstützung! Alleine die Anwesenheit der Bevölkerung hilft den Campern, die überaus unangenehmen Bedingungen zu dieser Jahreszeit im Freien zu ertragen. Auch wenn dabei in einigen Fällen sicherlich unterschiedliche Lebenseinstellungen aufeinander treffen – aber das macht´s ja auch gerade so interessant.

20 JAHRE NACH HAINBURG BRAUCHT DIE AU WIEDER IHRE HILFE!!!
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