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Aktion 21
AKTION 21

„Amerika du hast es besser“ (Goethe)


Sonntag, 24. April 2016

Zahlreiche Bürgerinitiativen und NGOs des In- und Auslandes versuchen seit Jahrzehnten, auf Grund wissenschaftlicher Daten die Gefahren des Prinzips Müllverbrennung aufzuzeigen, um die gefährliche Verbrennung von Müll endlich zu stoppen.

Offizielle Stellen wie das US-National Research Council 2000 stellen fest:
„Gelangen Schadstoffe aus einer Müllverbrennungsanlage in die Luft, können die Anrainer der Anlage diesen Emissionen entweder direkt über die Atemluft, indirekt über die Nahrungskette, bedingt durch die Ablagerung von Schadstoffen aus der Luft, im Boden, in der Vegetation und im Wasser. Bei Schwermetallen und anderen besonders langlebigen Umweltgiften erstrecken sich die möglichen Auswirkungen weit über die unmittelbare Umgebung der Verbrennungsanlage hinaus. Einmal freigesetzt, können Dauergifte große Entfernungen zurücklegen, etliche chemische und physikalische Transformationsprozesse durchlaufen und sich währenddessen immer wieder in der Erde, im Wasser oder in der Nahrung anreichern.“

Greenpeace Int. gab 2001 eine Studie heraus, in der 200 wissenschaftliche Arbeiten zusammengefaßt wurden. Diese Arbeit bestätigte das vernichtende Urteil über Müllverbrennung:
Müllverbrennung ist „nunmehr endgültig und unwiderruflich obsolet“. Selbst modernste Müllverbrennung ist „schmutzige und veraltete Technologie“, die „weltweit“ gestoppt werden muß. Sie belastet die menschliche Gesundheit schwerstens: Störungen des Immun- und Fortpflanzungssystems, des Hormonhaushaltes, Schäden des Ungeborenen, Fruchtbarkeitsstörungen, verminderte Samenproduktion, zunehmende Sterilität, Allergien, Krebs, Herz-Kreislauf-Störungen, Herzinfarkte, Störungen der Sensorik (Hören, Sehen, Geruch, Geschmack), Wirkungen auf das Zentralnervensystem, psychische Störungen, Schlaganfälle etc. sind im Zusammenhang mit Müllverbrennung zu nennen.

Prof. Otto Wassermann, em. Direktor des Instituts für Toxikologie an der Kieler Christian Albrechts-Universität, weist immer wieder eindringlich auf die Folgen jenes höchst komplexen Schadstoffgemisches hin, das aus Müllverbrennungsanlagen entweicht: Es belastet Mensch, Tier, Pflanzen, Boden und Wasser; es beeinträchtigt massiv das Ökosystem.

O.Wassermann erwähnt eine großangelegte Studie in Großbritannien, die 14 Millionen Menschen erfaßte, die im Umkreis von 7,5 km von insgesamt 72 Hausmüllverbrennungsanlagen lebten. Ihr Risiko, an Krebs zu erkranken, ist „deutlich erhöht“ (O.Wassermann a.a.o, Greenpeace a.a.o. S.33).

Amerika du hast es besser
O.Wassermann bringt auch Beispiele für Länder, die Forschungsergebnisse in ihrem Bereich tatsächlich umsetzten: „Zwischen 1982 und 1990 wurden in den USA 248 geplante Müllverbrennungsanlagen (MVA) aufgegeben und mehrere große MVA nach nur wenigen Betriebsjahren gestoppt. Seit 1994 ist in den USA keine der über 200 geplanten neuen MVA gebaut worden, nachdem der Oberste Gerichtshof schwermetallhaltige Schlacken und Filterstäube als Sondermüll deklarierte, der in hierfür technisch aufwendig ausgebauten Spezialdeponien zu lagern ist. Fazit: Der MVA-Markt ist in den USA zusammengebrochen“ (O.Wassermann a.a.o. 1998).

O.Wassermann berichtet weiters, daß in Frankreich 1998 3 MVAs geschlossen wurden „nachdem in ihrem Umfeld die Kuhmilch erhöhte Dioxin-Belastungen aufwies. 1997 habe der Dioxin-Gehalt von Butter und Käse aus Frankreich die EU-Grenzwerte überschritten“.

Massive Belastungen in Japan
„Aus Japan werde eine um 40 bis 70 Prozent höhere Kindersterblichkeit im Einwirkungsbereich der Abgase der MVA berichtet. Die US-Marine führe in ihrem Stützpunkt Atsugio öffentlich Klage gegen die massive Belästigung durch MVA-Abgase“ (O.Wassermann a.a.o.).

O.Wassermann führt überdies andere Lösungen statt Müllverbrennung an, z.B. nennt er das Tiefkälte-Recycling nach Prof. H.Rosin. Die finanziellen Aufwendungen bei Müllverbrennungsanlagen seien überdies „fast 10 mal so hoch wie bessere Alternativen“, erklärt O.Wassermann (a.a.o.).

Literatur:
O.Wassermann, Zur MVA gibt es bessere Alternativen, Lausitzer Rundschau 28.9.1998

Greenpeace Int., Müllverbrennung und Gesundheit, 2001. http://www.aktion21.at/_data/MuellverbrennungUndGesundheitGreenpaece.pdf

Englische Ausgabe: Incineration and Human Health
http://www.greenpeace.org/international/Global/international/planet-2/report/2001/2/incineration-and-human-health.pdf



Lore Kummer
 
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