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Aktion 21
AKTION 21

Aufgeschnappt:
Auch Kleinvieh macht Mist


Mittwoch, 2. Juli 2014

Die Inititiative Stadtbildschutz ist auch bei Wien Mitte noch aktiv. Nicht als Verhinderer, als den sie Investoren und deren Knechte gerne denunzieren, sondern mit konstruktiven Verbesserungsvorschlägen gegenüber hirnlosen Auswüchsen.

Wir erwartet war die Bürgerinitiative auch noch nach Fertigstellung des von so manchen Hirnlosigkeiten geplagten Baukomplexes gefordert, Verbesserungsvorschläge zu einigen Unzukömmlichkeiten zu machen, an die wieder einmal „keiner gedacht hat“. Es handelt sich zwar nicht um Spektakuläres, dafür aber um Planungsfehler, die sich in der Praxis als äußerst lästig erwiesen.

Verkehrsregelungen

Schon während der Bautätigkeit hatte die Bürgerinitiative anstelle einer für alle Beteiligten völlig unzulänglichen und undurchdachten Regelung eine ideale Verkehrslösung zwischen Gigergasse und Vorderer Zollamtstraße als Bauprovisorium angeregt. Sie wurde nun – man höre und staune – in ihren Grundzügen als endgültige Regelung für den Anrainerverkehr, für die Zufahrt zur Parkgarage und für den Zulieferverkehr der „Mall“ übernommen. Crowd planning hat also – zumindest was den Verkehr betrifft – alle Expertenplanungen (so es jemals welche gegeben haben sollte) glatt ausgestochen.
Was dabei noch vergessen werden konnte, wurde auch prompt vergessen. Wer von der Marxergasse in die Gigergasse einbog, war nach Häuserblocklänge plötzlich mit einem Einfahrt– = Weiterfahrverbot konfrontiert, dem er bei starker Verkehrsfrequenz nicht durch Umkehren, sondern nur durch (natürlich kostenpflichtige) Einfahrt in die Wien- Mitte-Garage entgehen konnte. Beim Abbiegen in die Gigergasse gab es nämlich keinerlei Hinweis darauf, dass man in einer Sackgasse mit eingeschränkter Wendemöglichkeit landen würde. Nach mehrfachen Vorstellungen der Bürgerinitiative wurde endlich (nach einem halben Jahr) ein Hinweiszeichen „Sackgasse“ angebracht, auf das zwar noch die Sicht durch Halteverbotszeichen verstellt ist, das aber immerhin einen winzigen Fortschritt darstellt.

Fahrradständer

Seit mehr als einem Jahr hat die Bürgerinitiative auf die völlig unzulängliche Anzahl von zunächst etwa 40 Fahrradständern hingewiesen, um des Wildwuchses an irgendwo angehängten Fahrrädern zu begegnen. Hand in Hand mit einer Lokalen Agendagruppe, die sich mit dem Radverkehr im 3. Bezirk auseinandersetzt, wurden ausreichende Fahrradständer in der Sparefrohgasse und nun auch in der Gigergasse erreicht. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass nun auch den Anrainern in der Gigergasse wieder einige der während der Baujahre weggefallenen PKW-Abstellplätze zur Verfügung stehen.

Türen zur Mall

Gegen einen der ärgsten Schildbürgerstreiche trat die Bürgerinitiative mit großer Hartnäckigkeit auf. Die Zugänge zur Mall von der Gigergasse aus waren durch Flügeltüren behindert, deren Öffnung nur gesunden, kräftigen Menschen mit freien Händen möglich war. Behinderte, Senioren, Mütter mit Kinderwagen oder Reisende mit Koffern waren auf fremde Hilfe angewiesen. Dieser Unfug wurde nun endlich durch automatisch aufgehende Schiebetüren beseitigt. Die ursprüngliche Begründung, mit den schweren Türen Brandabschnitte trennen zu müssen, erwies sich damit als plumpe Ausrede. Menschenverachtend war der Hinweis, dass, wer diese Türen nicht öffnen könne, ja (nach einem Umweg von etwa 50 Metern), über die Haupteingänge sein Ziel erreichen könne. Dass man die Passanten ein Jahr lang darauf warten ließ, ist schlicht und einfach eine Schande: für die Bauherrschaft, für die Baubehörde und für alle, die sich für “unzuständig“ erklärt hatten, einen Wunsch zu erfüllen, der nicht vom Bürgermeister, sondern aus der Bevölkerung kam.

Sitzgelegenheiten

Dass die Mall keine Möglichkeiten zum kostenlosen Ruhen bot, mag junge, gesunde Menschen nicht aufgeregt haben. Sie haben sich einfach auf dem Fußboden oder auf dem Gehsteig niedergelassen, wie ja auch die „Sandler“, die man dadurch vergeblich von der Mall fernhalten wollte. Für ältere „Flaneure“ hat sie damit jegliche Attraktion verloren. Aufgrund des Hinweises unserer Bürgerinitiative hat man das schließlich eingesehen und einige wenige Sitzgelegenheiten –im eigenen Interesse - angebracht.

Markthalle neu?

Auf die bei Schließung der alten Markthalle vollmundig zugesagte Markthalle neu, für die einer aus unseren Reihen so ziemlich alles, was man dazu benötigt (inklusive Standler) aufgetrieben hat, warten wir bis heute, mehr als 1 Jahr nach der „Eröffnung“ des Komplexes durch den Herrn Bürgermeister, vergebens. Versprechungen ausposaunen ist halt einfacher als sie zu halten, selbst wenn einem die gesamte damit verbundene Arbeit abgenommen wird.

Die Bürgerinitiative wird weiterhin wachsam sein, im Rahmen der Lokalen Agenda 3 wie auch – und vor allem - im Rahmen des Initiativen-Verbandes Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung, der die um Wien Mitte initiativen Bürgerinnen und Bürger auch dann unterstützte, als ihnen die Lokale Agenda eben diese Unterstützung aufgekündigt hatte und ihnen seitens der Parteipolitik ein eiskalter Wind ins Gesicht blies.

Helmut Hofmann

Interview mit Arch. Peichl in der Wiener Zeitung 
von CR am 2014-07-16 um 08:45 Uhr
ein gut geführtes Interview in der WrZ

http://www.wienerzeitung.at/beilagen/ext...

Zitate aus diesem Interview:

".... Das Erschaffen von Bauwerken ist auch eine Kulturaufgabe und wird meines Erachtens viel zu wenig beachtet. Stattdessen konzentrieren sich viele Architekten ausschließlich auf das maximale Ausschöpfen von Quadratmeterzahlen......"

"...... Von 1973 bis 1998 leiteten Sie die Meisterschule für Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Ersetzen heutzutage Computerprogramme das Zeichentalent?
Eben nicht! Ich bin ein großer Verfechter der Handzeichnung, weil der Computer selbst ja nicht kreativ sein kann. Der Computer ist ein wichtiges Werkzeug, das ich auch nicht verteufeln möchte, aber Computerprogramme entsprechen letztlich der Größe des Geistes desjenigen, der sie programmiert hat.
Mit anderen Worten: Architekturstudenten müssen nach wie vor zeichnen können?
Bei mir jedenfalls! Die Akademie hat nun auch eine Stiftung für die Architekturzeichnung ins Leben gerufen, im Zuge derer ich als Namensgeber fungiere. Der Gustav-Peichl-Preis für Architekturzeichnung wird heuer erstmals vergeben."

"...... Die berühmten Schiffsbauer mussten auf kleinstem Raum eine gute funktionale Architektur bewerkstelligen. Der beste Grundriss ist jener eines Schiffes. Das habe nicht nur ich übernommen, sondern auch die russischen Kons-truktivisten in den 1920er, 1930er Jahren und zuvor natürlich Otto Wagner.
Sie gelten als kritischer Beobachter der Architekturszene.
Ich trau’ mir etwas zu sagen. Was in Wien beispielsweise zu den fürchterlichsten Bauten zählt, ist das Projekt Wien-Mitte. Völlig maßstablos und unpassend! Dasselbe gilt für das schreckliche Bauvorhaben am Heumarkt. Der Eislaufplatz wurde vertraglich gesichert, aber nebenan wird ein Hochhaus gebaut, das alles kaputt macht. Zu den schlechtesten städtebaulichen Entscheidungen zählt auch, dass in den 1960er Jahren die Bebauung der Dachlandschaften freigegeben wurde. Graz, Salzburg und Wien waren Städte mit großartigen Dachlandschaften. Aber jene in Wien ist heute weitgehend zerstört. Es geht um Gewinnmaximierung: ein Grundstück kaufen, bebauen, ausnützen. Diese Entwicklung betrifft auch Grinzing. Als ich 1962 hierher gezogen bin, waren am Dorfplatz 14 Heurige. Heute gibt es zwei, alles andere sind nun Luxusbauten, die sehr teuer an Russen verkauft werden oder an Botschaften. Mit der Umwidmung von Grundstücken wird irrsinnig viel Geld gemacht.
Was sind Ihrer Ansicht nach die architektonischen Highlights von Wien?
Die Bauten von Adolf Loos, Josef Hoffmann und Otto Wagner."

Eben. Otto wagner!
Können die Wiener Stadtpolitiker nicht nur nicht denken, sondern auch nicht LESEN?

Glaubt der Tourismusdirektor von Wien allen Ernstes, auf diese Highlights - wie das Jugendstilensemble Otto Wagners Am Steinhof - verzichten zu können?

Wien, die Stadt der schrillen Events, der Regenbogenparaden am Ring und der Hochhäuser?
Es gibt den idealen Ort für Kinder-Rehabilitation UND für "Würde am Ende des Lebens" bereits: Das Otto wagner-Spitalsareal Am Steinhof 
von Bifl 16., am 2014-07-16 um 08:53 Uhr
Lt. Presseaussendung v. 12.7.2014 scheint zumindest die Rehabilitation für schwerkranke Kinder (und ihre Angehörigen) geregelt zu sein.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_2...

Welcher Standort für Kinder-Rehabilitation wäre geeigneter als das Otto-Wagner-Areal Am Steinhof?

Auch die Wr.Z hat berichtet:

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/...

Und wenn dann von der "Würde am Ende des Lebens" gesprochen wird:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_2...

Das OWS bietet sich als idealer Standort für Palliativ- und Hospiz-Medizin an.
Das haben wir auch in der Mediation im Nachnutzungsszenario ununterbrochen vorgebracht
sh. http://www.steinhof-erhalten.at/Nutzunge...

Die Politik darf diese Option nicht aus den Augen verlieren und EINFORDERN -
die Politiker dürfen nicht die Augen verschließen und müssen handeln:

Sterben ist KEIN MINDERHEITENPROGRAMM.

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